Naturheilverfahren

Naturheilverfahren haben eine jahrtausende alte Tradition und zugleich eine zunehmende Aktualität. Ziel ist weniger das Bekämpfen von Krankheiten als mehr die Regulation innerer Fehlentwicklungen und die Anregung von Selbstheilungskräften in einem ganzheitlichen Verständnis. Die Anwendung von Naturheilverfahren begleitend und ergänzend im Sinne einer komplementären Therapie kann die Verträglichkeit der Krebstherapien verbessern und darüber hinaus zur Regeneration des Organismus und des Immunsystems und zur Vermeidung von Rückfällen beitragen.

  • Verschiedene Laboruntersuchungen wie die Bestimmung von Vitalstoffen im Blut (z.B. Selen und Vitamin D), Immundiagnostik, Säure-Basen Haushalt oder die Analyse der Darmflora können Hinweise geben auf Defizite im Organismus und deren gezielte Behandlung.

  • Die Behandlung mit entsprechenden Vitaminen, Mineralstoffen, Enzymen oder Mistel-Präparaten kann dazu beitragen, die Nebenwirkungen einer Chemo- oder Strahlentherapie zu lindern und damit die Verträglichkeit dieser Behandlungen zu verbessern.

  • Nach Abschluss der Therapien können eine Mistel-Therapie, ausgewählte Vitalstoffe oder Probiotika sinnvoll sein, um das Immunsystem anzuregen. Gern geben wir auch Hinweise zur Anregung der Entgiftung nach einer Chemotherapie ("Entgiftungs- oder Detox-Behandlung"), entweder durch Nahrungsergänzungen oder eine Serie von Infusionsbehandlungen.

  • Misteltherapie - Die Mistel ist eine Pflanze, die auf verschiedenen Wirtsbäumen wächst. Die Behandlung mit Extrakten der weißbeerigen Mistel (Viscum album) ist die bekannteste und häufigste ergänzende Behandlungsform bei Krebserkrankungen. Verwendet werden oft Extrakte von Apfelbäumen oder Pinien, aber auch zahlreiche andere Sorten in unterschiedlichen Konzentrationen.

    Die Wirksamkeit ist heute wissenschaftlich nachgewiesen: Mistelpräparate regen das Immunsystem an, lindern Nebenwirkungen von Chemo- oder Strahlentherapie, verbessern die Lebensqualität, wirken stimmungsaufhellend und schmerzlindernd, auch verbesserte Heilungsraten werden beschrieben.

    Die Anwendung erfolgt meist subcutan, aber auch intravenöse Infusionen oder die lokale Anwendung direkt am Tumor sind möglich. Durch entsprechende Erfahrung in der Auswahl der Wirtsbäume und Konzentrationen kann der größtmögliche Nutzen für die Patienten/Innen erreicht werden. Bei fortgeschrittenen Erkrankungen übernimmt die Krankenkasse die Kosten einer Misteltherapie.

  • Akupunktur ist ein Teil der traditionellen chinesischen Medizin. Nach dieser Vorstellung fließt die Energie in Meridianen über die Körperoberfläche und auch die Funktion innerer Organe kann über die Stimulation bestimmter Punkte auf diesen Meridianen beeinflusst werden. Daher werden an diesen Punkten Akupunkturnadeln gesetzt, die 20-30 Minuten verbleiben, ggf. in dieser Zeit stimuliert und dann wieder entfernt werden. Die Behandlungen erfolgen meist wöchentlich, Serien von 8 bis 10 Behandlungen haben sich bewährt. Besonders bei Übelkeit, Schmerzen, Gelenkbeschwerden, Nervenreizungen (Polyneuropathie), Wechseljahresbeschwerden oder Erschöpfungszuständen (Fatigue-Syndrom) ist die Wirksamkeit von Akupunktur wissenschaftlich belegt.

  • Neuraltherapie ist eine Regulationstherapie. Ziel ist die Regulation von Organen, Stoffwechselprozessen und Schmerzen über Hautreflexe, da diese Reflexzonen (sog. Headsche Zonen) über das Nervensystem mit allen Funktionen des Organismus verbunden sind. Bei der Neuraltherapie werden Quaddeln mit Procain an bestimmte Schmerzpunkte, Narben oder Nervengeflechte gespritzt.

  • Ein häufiges Problem nach der Diagnose einer Krebserkrankung (besonders nach Chemotherapien) sind Erschöpfungszustände und schnelle Ermüdung, was auch als Fatigue-Syndrom bezeichnet wird. Neben einem körperlichen Aufbau-Training tragen vitalisierende Vitamine und Vitalstoffe oder eine Misteltherapie zur schnelleren Erholung und Regeneration bei. Diese können in Form von Nahrungsergänzungen eingenommen oder in der intensiveren Form infundiert werden.

  • Auch bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen können Naturheilverfahren wirksam sein, alternativ oder ergänzend zu einer palliativen Chemotherapie. Bewährt haben sich hoch dosierte Vitamin C Infusionen, Procain-Basen Infusionen und Mistel-Infusionen.

  • Menschen die Sport treiben haben ein aktiveres Immunsystem und seltener Knochenabbau (Osteoporose), Zuckerkrankheit, Bluthochdruck, Herzinfarkte, Demenz und Krebs. Die Bewegung schützt vor allem in Bezug auf Brust- und Darmkrebs. Aber auch an Krebs erkrankte Menschen haben bei regelmäßiger Bewegung deutlich seltener Rückfälle (also Rezidive und Metastasen). Viele gute Gründe also, weshalb wir die körperliche Aktivierung beispielsweise durch Zusammenarbeit mit Anbietern von Reha-Sport wie Physio-Fit unterstützen (in unserem Haus Mariendorfer Damm 165 im 1. Stock).

  • Bitte beachten Sie, dass die Kosten für Naturheilverfahren überwiegend nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Bei privaten Krankenversicherungen ist die Kostenübernahme möglich, aber stets individuell zu klären.